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Patientenübergriffe gegen Mitarbeiter ein ernst zu nehmendes Problem in den Psychiatrien

Im Mittel gibt es in den Psychiatrien rund 30 dokumentierte gewalttätige Patientenübergriffe gegen Mitarbeiter pro Krankenhaus und Jahr. Eine erhebliche Dunkelziffer kann nicht ausgeschlossen werden. Das ist ein Ergebnis des aktuellen PSYCHiatrie Barometers des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI), einer jährlich durchgeführten Repräsentativerhebung psychiatrischer Krankenhäuser in Deutschland zu aktuellen Fragestellungen in diesem Versorgungsbereich.

08.02.2017

Vor allem Mitarbeiter im Pflegedienst sind von gewalttätigen Übergriffen durch Patienten betroffen (körperliche und verbale Gewalt), Angehörige des Ärztlichen Dienstes seltener. Erkennbare Ursachen dafür sind in 89 % der Einrichtungen das gehäufte Auftreten von Patienten mit bestimmten Störungen wie beispielsweise Schizophrenie und Demenz.

Zur Prävention von gewalttätigen Übergriffen führen die meisten Krankenhäuser Deeskalationstrainings und Seminare zum professionellen Umgang mit Aggression durch. Zusätzlich hat die Mehrheit der Kliniken interne Handlungsempfehlungen oder Leitlinien für den Umgang mit aggressiven Patienten und für Übergriffe durch Patienten aufgestellt. Als weitere Präventionsmaßnahme werden regelmäßige Fallbesprechungen im multiprofessionellen Team durchgeführt.

Weitere Themenschwerpunkte des PSYCHiatrie Barometers sind u.a. die wirtschaftliche Lage der Psychiatrien sowie Möglichkeiten einer neuen Aufgabenverteilung zwischen den Berufsgruppen.

Das vollständige DKI-PSYCHiatrie Barometer 2015/2016 ist als kostenloser Download unter www.dki.de verfügbar.

Pressekontakt:

Deutsches Krankenhausinstitut e.V.
Dr. Karl Blum
Tel.: (02 11) 4 70 51-17
E-Mail: karl.blum@dki.de


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