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Keine Chance für Versorgungsdaten?

Künftig sollen mehr Daten aus der medizinischen Versorgung bei der Arzneimittelbewertung berücksichtigt werden. Dazu liegen jetzt Vorschläge vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) auf dem Tisch. Dr. Markus Frick vom vfa sagt dazu:

24.01.2020

"Jetzt muss das deutsche Gesundheitswesen eine entscheidende Weichenstellung vornehmen! Fließen Versorgungsdaten ("Real World Evidence") künftig in die Zusatznutzenbewertung von Arzneimitteln ein oder nicht? International stehen immer mehr Daten aus der Versorgung bereit. Können sie in Deutschland nicht genutzt werden, bedeutet das auf lange Sicht eine Abkopplung vom medizinischen Fortschritt. Denn dann wird hier buchstäblich nicht gesehen, was andernorts klar erkannt werden kann."

"Das IQWiG kann mit seinem Vorschlag seine bekannten Vorbehalte gegen die Nutzung von Versorgungsdaten nicht überwinden. Schließt sich der G-BA diesem Methodenvorschlag an, werden Versorgungsdaten künftig kaum in die Zusatznutzenbewertung einfließen," sagt der Geschäftsführer Markt und Erstattung des vfa.

Er macht das Problem an einem Beispiel klar: "Die künftige Berücksichtigung versorgungsnaher Daten aus elektronischen Patientenakten und aus Abrechnungsdaten der Krankenkassen wird vom IQWiG gänzlich ausgeschlossen. Dabei richten sich die Hoffnungen auf Qualitäts- und Evidenzverbesserungen im Gesundheitswesen gegenwärtig genau auf diese Art von Daten."

 

Kontakt:
Dr. Jochen Stemmler
Tel: +49 30 20604-203
Fax: +49 30 20604-209
mailto:j.stemmler@vfa.de

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