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Pflegekammern und Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen - Konsequenzen für die Pflege

Vortrag von Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerates DPR e.V.
  • Vortrag von Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerates DPR e.V.

    Die Errichtung von Pflegekammern - analog den Ärztekammern - wird von den  pflegerischen Verbänden schon lange gefordert. Andere Institutionen  lehnen Pflegekammern grundsätzlich ab. Der Deutsche Pflegerat gehört zu den Unterstützern. Die Grünen unterstützen die Gründung von  Pflegekammern, die SPD zum Beispiel in Niedersachsen; und der bayerische Gesundheitsminister Söder (CSU) will in Bayern als erstem Bundesland eine Pflegekammer einführen, der Koalitionspartner Partner, die FDP in Bayern, ist dagegen. Was bringen Pflegekammern für die Pflegenden?

    Eine Pflegekammer hat vielfältige Aufgaben, unter anderem: Registrierung der Berufsangehörigen, Entwicklung einer Berufsordnung und Berufsethik, Tätigkeit als Schiedsstelle, Förderung und Anerkennung der beruflichen Fort- und Weiterbildung, Erhebung pflegerelevanter Daten, Beratung des Gesetzgebers und Weiterentwicklung des Berufsbildes.

    Was haben die Pflegenden davon? Stecken in der Registrierung und in den damit zusammenhängenden Zwangsbeiträgen eher Belastungen oder werden sie durch den Nutzen der Pflegekammer ausgeglichen?

    Auch eine andere Gesetzesinitiative kann die Pflegebranche deutlich verändern: das Gesetz zur Verbesserung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen (Anerkennungsgesetz). Ist das der richtige Weg, den Mangel an Pflegefachkräften zu bekämpfen? Wird dieses Gesetz dazu führen, dass die Pflege in Deutschland von ausländischen, billiger arbeitenden Pflegekräften überschwemmt wird? Ist die Pflegequalität in Deutschland dadurch in Gefahr? Lohnt es sich noch weniger, in der Pflege tätig zu sein? Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die zurzeit in der Pflege arbeitenden Fachkräfte, ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen?

    Andreas Westerfellhaus
    ist gelernter Gesundheits- und Krankenpfleger (RbP) und Fachkrankenpfleger für Intensivpflege und Anästhesie, Lehrer für Pflegeberufe, Betriebswirt mit dem Schwerpunkt Sozialwesen und Geschäftsführer der ZAB – Zentrale Akademie für Berufe im Gesundheitswesen GmbH in Gütersloh. Er ist langjähriger Geschäftsführer der DGF – Deutsche Gesellschaft für Fach-krankenpflege und Funktionsdienste. Seit 2000 ist er außerdem Geschäftsführer der ZAB - Zentrale Akademie für Berufe im Gesundheitswesen GmbH. Er war 6 Jahre Vizepräsident des DPR bevor er im September 2009 zum Präsidenten des Deutschen Pflegerates DPR e.V. gewählt wurde. Seit Januar 2008 ist er gewählter Sprecher der IGGB - Interessensgemeinschaft eGBR der Gesundheitsberufe.

    52.51398 13.39424
Wann 15.06.2011
von 18:00 bis 20:00
Veranstaltungsort Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften am Gendarmenmarkt
Stadt Berlin
Kontaktname
Kontakttelefon +49 30 23 00 66 99
Termin übernehmen vCal
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Die Errichtung von Pflegekammern - analog den Ärztekammern - wird von den  pflegerischen Verbänden schon lange gefordert. Andere Institutionen  lehnen Pflegekammern grundsätzlich ab. Der Deutsche Pflegerat gehört zu den Unterstützern. Die Grünen unterstützen die Gründung von  Pflegekammern, die SPD zum Beispiel in Niedersachsen; und der bayerische Gesundheitsminister Söder (CSU) will in Bayern als erstem Bundesland eine Pflegekammer einführen, der Koalitionspartner Partner, die FDP in Bayern, ist dagegen. Was bringen Pflegekammern für die Pflegenden?

Eine Pflegekammer hat vielfältige Aufgaben, unter anderem: Registrierung der Berufsangehörigen, Entwicklung einer Berufsordnung und Berufsethik, Tätigkeit als Schiedsstelle, Förderung und Anerkennung der beruflichen Fort- und Weiterbildung, Erhebung pflegerelevanter Daten, Beratung des Gesetzgebers und Weiterentwicklung des Berufsbildes.

Was haben die Pflegenden davon? Stecken in der Registrierung und in den damit zusammenhängenden Zwangsbeiträgen eher Belastungen oder werden sie durch den Nutzen der Pflegekammer ausgeglichen?

Auch eine andere Gesetzesinitiative kann die Pflegebranche deutlich verändern: das Gesetz zur Verbesserung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen (Anerkennungsgesetz). Ist das der richtige Weg, den Mangel an Pflegefachkräften zu bekämpfen? Wird dieses Gesetz dazu führen, dass die Pflege in Deutschland von ausländischen, billiger arbeitenden Pflegekräften überschwemmt wird? Ist die Pflegequalität in Deutschland dadurch in Gefahr? Lohnt es sich noch weniger, in der Pflege tätig zu sein? Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die zurzeit in der Pflege arbeitenden Fachkräfte, ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen?

Andreas Westerfellhaus
ist gelernter Gesundheits- und Krankenpfleger (RbP) und Fachkrankenpfleger für Intensivpflege und Anästhesie, Lehrer für Pflegeberufe, Betriebswirt mit dem Schwerpunkt Sozialwesen und Geschäftsführer der ZAB – Zentrale Akademie für Berufe im Gesundheitswesen GmbH in Gütersloh. Er ist langjähriger Geschäftsführer der DGF – Deutsche Gesellschaft für Fach-krankenpflege und Funktionsdienste. Seit 2000 ist er außerdem Geschäftsführer der ZAB - Zentrale Akademie für Berufe im Gesundheitswesen GmbH. Er war 6 Jahre Vizepräsident des DPR bevor er im September 2009 zum Präsidenten des Deutschen Pflegerates DPR e.V. gewählt wurde. Seit Januar 2008 ist er gewählter Sprecher der IGGB - Interessensgemeinschaft eGBR der Gesundheitsberufe.

Deutsches Pflege Forum, PMG - GmbH Pflege - Management – Gesundheit

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