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Beiträge

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DMP: Vergleichende Evaluation

DMP: Vergleichende Evaluation

Die dokumentierten medizinischen Parameter und die zusätzlich erhobenen ökonomischen Daten werden für eine vergleichende Evaluation der DMP genutzt. Nach einer Risikoadjustierung werden dem BVA von den damit durch die Kassen beauftragten Evaluationsinstituten aggregierte Daten übermittelt, die eine vergleichende Darstellung des Gesundheitszustands der Versicherten und der Kostensituation in den DMP ermöglichen. Diese Informationen geben den Kassen die Möglichkeit, intern und gemeinsam mit den Leistungserbringern qualitätssichernde Prozesse zu steuern. Bisher liegen bei der Indikation Diabetes mellitus Typ 2 Daten für den Zeitraum Juli 2003 bis Juli 2008 und bei der Indikation KHK für den Zeitraum Januar 2005 bis Dezember 2009 vor. Auf der Basis der Analyseergebnisse lassen sich über den Vergleich der DMP hinaus interessante Trends ablesen, die auf nachhaltige Effekte strukturierter Versorgungsstrukturen hinweisen. Nicht zuletzt können verknüpfende Analysen von DMP-spezifischen Qualitätssicherungs- und Verwaltungskosten sowie medizinischen Daten Informationen zur Effizienz der DMP bereitstellen.

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DMP: Erfahrungen der BARMER GEK

DMP: Erfahrungen der BARMER GEK

Nach holprigem Start und kontroverser Diskussion um die Einführung haben sich DMP heute zu einem festen Bestandteil qualitätsorientierter Versorgung chronisch Kranker in der GKV entwickelt. Wichtige Elemente wie die elektronische Verlaufsdokumentation und die aktive Rolle medizinischer Fachangestellter stärken das Praxis-QM und folgen versorgungspolitischen Leitkonzepten wie Chronic Care Model und Professionenmix. Die Akzeptanz und Verbreitung bei Ärzten und Patienten nimmt weiterhin zu. Gleichwohl liegen bislang nur partielle Wirksamkeitsbelege vor. Eine aktuelle Studie mit Routinedaten der BARMER konnte zeigen, dass über vier Jahre die Entwicklung der Krankenhaus- und Arzneimittelkosten für Teilnehmer am DMP Diabetes um 332 Euro günstiger als für die Kontrollgruppe der nichtteilnehmenden Diabetiker verlief. Auch die Sterblichkeit und die Entwicklung von Herzinfarkten, Schlaganfällen, Niereninsuffizienz und Amputationen fiel in der DMP-Gruppe signifikant geringer aus (Stock et al. 2011). Die Risikoadjustierung erfolgte mittels Propensity Score Matching vor Interventionsbeginn. Um weitere Evidenz über den Nutzen der Programme zu erhalten, sollte die gesetzliche Evaluation zukünftig mit Kontrollgruppendesign anhand von Routinedaten der GKV durchgeführt werden.

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DMP: Erfahrungen der TK

DMP: Erfahrungen der TK

Für DMP wurden 2009 ca. 1,1 Milliarden Euro aufgewendet, hauptsächlich für das DMP „Diabetes mellitus Typ 2“. In früheren Evaluationen wurden patienten- und arztseitige Selektionseffekte zu wenig berücksichtigt. Mit innovativer Methodik hat das WINEG eine Nutzenbewertung des DMP „T2DM“ vorgenommen. Ausgewertet wurden Routinedaten der Techniker Krankenkasse aus den Jahren 2006 bis 2008. Ausgehend von einem Propensity Score Interval Matching wurde ein ausgefeiltes Kontrollgruppendesign entwickelt und angewendet. Im Ergebnis zeigten sich hinsichtlich der Inzidenz relevanter Komorbiditäten keine deutlichen Unterschiede zwischen den DMP-Teilnehmern und der Kontrollgruppe, Kosteneinsparungen waren nicht erkennbar. Angesichts der noch immer ungeklärten Studienlage und der immensen Programmkosten fordert die TK die bestmögliche Evidenz zur Nutzenbewertung von DMP. Diese ist durch eine kassenübergreifende Evaluation von GKV-Routinedaten vorstellbar, erfolgt idealerweise jedoch durch einen RCT.

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DMP – Erfahrungen der AOK

DMP – Erfahrungen der AOK

Vor 10 Jahren hatte der Sachverständigenrat festgestellt, dass es bei vielen chronischen Erkrankungen eklatante Versorgungsdefizite gibt. Insbesondere die Kontinuität der Versorgung, das aktive Einbeziehen der Patienten, die Leitlinien-Orientierung sowie Qualitätssicherungsmaßnahmen sollten die Versorgung verbessern und wirtschaftlicher gestalten. Die strukturierten Behandlungsprogramme (DMP), die anschließend eingeführt wurden, sollten eine Verbesserung von patientenrelevanten Ergebnissen bewirken. Nach 10 Jahren liegen eine Reihe von Studien und Patientenbefragungen vor. Das WIdO hat im „Versorgungs-Report 2011“ gleich vier Studien vorgestellt, die alle sehr unterschiedlich angelegt sind und – soweit es sich um kontrollierte Studien handelt – versucht haben, Selektionseffekte auszuschließen. Für die AOK ist entscheidend, dass externe Studien, Patientenbefragungen und interne Kalkulationen in der Tendenz zum gleichen Ergebnis kommen: die patientenrelevanten Endpunkte sind unter DMP-Bedingungen deutlich besser und die Gesamtkosten niedriger.

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DMP: Erfahrungen der DAK

DMP: Erfahrungen der DAK

10 Jahre DMP – Zeit, um Bestehendes zu überprüfen und Neues anzugehen. Die anfängliche Skepsis ist gewichen und inzwischen nehmen mehr als 650.000 Versicherte an unseren DAK-Gesundheitsprogrammen (DMP) teil – mit weiterhin steigender Tendenz. Die gesetzlichen – aber auch die zusätzlichen kasseneigenen – Evaluationen zeigen, dass die Programme die Erwartungen erfüllen. Einerseits wurde die Versorgungsqualität erhöht, andererseits werden Folgeerkrankungen vermieden. Zudem zeigen die Analysen eine Senkung der Leistungsausgaben. Die Weiterentwicklung der Programme sollte mehrdimensional erfolgen – strukturell, prozessual, inhaltlich. Die DAK unterstützt z. B. die Forderung nach “körperlichen Aktivitäten und Sport“ als festen Bestandteil im strukturierten Behandlungsprogramm Brustkrebs. Im Vorgriff hierzu bieten wir bereits unser eigenes DAK-Bewegungsprogramm Brustkrebs an – mit großem Erfolg. Angesichts einer alternden Gesellschaft mit steigender Anzahl von Chronikern sind Disease Management Programme ein geeignetes Instrument zur Zielerreichung. Für die DAK ist und bleibt eine umfassende Chronikerbetreuung im Sinne eines Versorgungsmanagements besonders wichtig.

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