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Land ohne Ärzte? – Kann die neue Bedarfsplanung die Versorgung sicherstellen?

Durch das GKV-Versorgungsstrukturgesetz wird die Bedarfsplanung neu geregelt. Der Gemeinsame Bundesausschuss beschließt in einer novellierten Bedarfsplanungsrichtlinie neue Verhältniszahlen für die Regionen. Neu dabei ist, dass die demografische Entwicklung berücksichtigt wird. Die Planungsbereiche (bisher die Stadt- und Landkreise) werden unter Versorgungsgesichtspunkten neu geordnet.
  • Durch das GKV-Versorgungsstrukturgesetz wird die Bedarfsplanung neu geregelt. Der Gemeinsame Bundesausschuss beschließt in einer novellierten Bedarfsplanungsrichtlinie neue Verhältniszahlen für die Regionen. Neu dabei ist, dass die demografische Entwicklung berücksichtigt wird. Die Planungsbereiche (bisher die Stadt- und Landkreise) werden unter Versorgungsgesichtspunkten neu geordnet.

    Die Bedarfsplanung in ihrer heutigen Form geht auf das Gesundheitsstrukturgesetz von 1992 zurück. Seit dieser Zeit wurde der Bedarf stichtagsbezogen fortgeschrieben. Die kleinsten Planungseinheiten sind Kreise bzw. Städte, was zur Folge hat, dass beispielsweise Berlin (3.500.000 Einwohner, 891 qkm) und der Landkreis Meppen (313.000 Einwohner, 2.881 qkm) jeweils ein einziger Planungsbereich sind. An diesem Beispiel wird ersichtlich: Die demografische und morbiditätsbezogene Veränderung der Bevölkerung findet in der heutigen Bedarfsplanung ebenso wenig Berücksichtigung, wie die demografische Entwicklung der Ärzteschaft selbst.

    Das Symposium dient der aktuellen Bestandsaufnahme: Wie weit sind die Konzepte bei Kassen und Kassenärztlicher Bundesvereinigung gediehen? In der hochkarätig besetzten Diskussionsrunde sollen zudem die Positionen von Kassen, Ärzten und Krankenhäusern dargestellt und neue praxisbezogene Argumente in die Umsetzungsphase eingebracht werden. Schließlich soll über den Tellerrand der Bedarfsplanung hinaus geschaut werden: Welche Maßnahmen können junge Ärzte in die Regionen locken? Braucht es mehr als neu gezogene Planungsbezirke? Was können die einzelnen Akteure tun, um den Ärztemangel abzuwenden?

    Symposium mit:

    Cornelia Prüfer-Storcks
    (Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz Hamburg)

    „Wir müssen der ungleichen Verteilung von Medizinern sowohl in der Stadt als auch auf dem Land entgegen wirken. Dafür sind mehr Möglichkeiten zur kleinräumigeren Planung, z. B. bei Haus- und Kinderärzten, notwendig.“

    Dipl.-Med. Regina Feldmann
    (Vorstandsmitglied Kassenärztliche Bundesvereinigung)

    „Für unsere solidarische Gesellschaft ist es von zentraler Bedeutung, dass alle Menschen einen vergleichbaren Zugang zur medizinischen Versorgung haben. Gerade in der heutigen Zeit des Ärztemangels ist es umso wichtiger, die Ärzte und Psychotherapeuten gerecht zu verteilen.“

    Dr. Carsten Jäger
    (Geschäftsführer Ärztenetz Südbrandenburg Consult GmbH)

    „Weniger Planung und mehr Bedarfsorientierung – das wäre ein Schritt in die richtige Richtung, um die Versorgung in ländlichen Regionen sicherzustellen.“

    Dieter Herrchen
    (Bürgermeister der Stadt Elsterwerda)

    „Die medizinische Versorgung wird am besten gesichert, wenn es genügend Ärzte gibt, die von sich aus bereit sind, dorthin zu gehen, wo die Menschen sie brauchen – vorausgesetzt, dass politische Entscheidungen annehmbare und angemessene Rahmenbedingungen ermöglichen. Nur dann werden bestehende Planungskonflikte bedarfsorientiert lösbar sein.“

    Dr. Dirk Heinrich
    (Bundesvorsitzender NAV-Virchow-Bund)

    „Eine einfache Umverteilung von Ärzten aus den Städten in ländlichen Regionen ist kein adäquates Mittel zur Siche­rung der Versorgung. Schon heute versorgen Praxen in den Ballungsräumen nicht nur die Patienten aus der näheren Umgebung, sondern auch aus dem Umland.“

    Moderation: Sabine Rieser (Deutsches Ärzteblatt)

    Im Anschluss an die Podiumsdiskussion folgt ein gemeinsamer Imbiss.

    Um Anmeldung an presse@nav-virchowbund.de oder per Antwortkarte des angefügten Veranstaltungsflyers wird gebeten.

    52.52376 13.3856
Wann 19.10.2012
von 14:00 bis 17:00
Veranstaltungsort Tagungszentrum Reinhardtstraßenhöfe
Stadt Berlin
Kontaktname
Zielgruppe gesundheitspolitisch Interessierte
Termin übernehmen vCal
iCal

Die Bedarfsplanung in ihrer heutigen Form geht auf das Gesundheitsstrukturgesetz von 1992 zurück. Seit dieser Zeit wurde der Bedarf stichtagsbezogen fortgeschrieben. Die kleinsten Planungseinheiten sind Kreise bzw. Städte, was zur Folge hat, dass beispielsweise Berlin (3.500.000 Einwohner, 891 qkm) und der Landkreis Meppen (313.000 Einwohner, 2.881 qkm) jeweils ein einziger Planungsbereich sind. An diesem Beispiel wird ersichtlich: Die demografische und morbiditätsbezogene Veränderung der Bevölkerung findet in der heutigen Bedarfsplanung ebenso wenig Berücksichtigung, wie die demografische Entwicklung der Ärzteschaft selbst.

Das Symposium dient der aktuellen Bestandsaufnahme: Wie weit sind die Konzepte bei Kassen und Kassenärztlicher Bundesvereinigung gediehen? In der hochkarätig besetzten Diskussionsrunde sollen zudem die Positionen von Kassen, Ärzten und Krankenhäusern dargestellt und neue praxisbezogene Argumente in die Umsetzungsphase eingebracht werden. Schließlich soll über den Tellerrand der Bedarfsplanung hinaus geschaut werden: Welche Maßnahmen können junge Ärzte in die Regionen locken? Braucht es mehr als neu gezogene Planungsbezirke? Was können die einzelnen Akteure tun, um den Ärztemangel abzuwenden?

Symposium mit:

Cornelia Prüfer-Storcks
(Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz Hamburg)

„Wir müssen der ungleichen Verteilung von Medizinern sowohl in der Stadt als auch auf dem Land entgegen wirken. Dafür sind mehr Möglichkeiten zur kleinräumigeren Planung, z. B. bei Haus- und Kinderärzten, notwendig.“

Dipl.-Med. Regina Feldmann
(Vorstandsmitglied Kassenärztliche Bundesvereinigung)

„Für unsere solidarische Gesellschaft ist es von zentraler Bedeutung, dass alle Menschen einen vergleichbaren Zugang zur medizinischen Versorgung haben. Gerade in der heutigen Zeit des Ärztemangels ist es umso wichtiger, die Ärzte und Psychotherapeuten gerecht zu verteilen.“

Dr. Carsten Jäger
(Geschäftsführer Ärztenetz Südbrandenburg Consult GmbH)

„Weniger Planung und mehr Bedarfsorientierung – das wäre ein Schritt in die richtige Richtung, um die Versorgung in ländlichen Regionen sicherzustellen.“

Dieter Herrchen
(Bürgermeister der Stadt Elsterwerda)

„Die medizinische Versorgung wird am besten gesichert, wenn es genügend Ärzte gibt, die von sich aus bereit sind, dorthin zu gehen, wo die Menschen sie brauchen – vorausgesetzt, dass politische Entscheidungen annehmbare und angemessene Rahmenbedingungen ermöglichen. Nur dann werden bestehende Planungskonflikte bedarfsorientiert lösbar sein.“

Dr. Dirk Heinrich
(Bundesvorsitzender NAV-Virchow-Bund)

„Eine einfache Umverteilung von Ärzten aus den Städten in ländlichen Regionen ist kein adäquates Mittel zur Siche­rung der Versorgung. Schon heute versorgen Praxen in den Ballungsräumen nicht nur die Patienten aus der näheren Umgebung, sondern auch aus dem Umland.“

Moderation: Sabine Rieser (Deutsches Ärzteblatt)

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion folgt ein gemeinsamer Imbiss.

Um Anmeldung an presse@nav-virchowbund.de oder per Antwortkarte des angefügten Veranstaltungsflyers wird gebeten.

NAV-Virchow-Bund - Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands e.V.

Programm

Veranstaltungsflyer_klein.pdf — PDF document, 440 kB (451,272 bytes)
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