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Pflegetarifvertrag ist alternativlos

Morgen findet im Deutschen Bundestag die Anhörung zum Pflegelöhneverbesserungsgesetz statt. Als Sachverständige ist unter anderem die Bundesvereinigung der Arbeitgeber in der Pflegebranche (BVAP) geladen.

21.10.2019

Ulrich Bauch, Vorstandsmitglied im BVAP und Bundesgeschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bundes macht in diesem Zusammenhang deutlich: "Die Pflegeuhr steht bereits auf fünf nach zwölf! Wir haben einen dramatischen Fachkräftemangel, die Versorgung vor allem der auf ambulante Leistungen angewiesenen pflegebedürftigen Menschen kann schon heute nicht mehr überall sichergestellt werden. Die Situation ist für Pflegekräfte wie für Pflegebedürftige nicht mehr hinnehmbar. Wir brauchen dringend mehr Pflegekräfte und diese Lücke können wir nur über bessere Löhne und Arbeitsbedingungen schließen. Deshalb brauchen wir einen allgemeinen Tarifvertrag in der Pflege."

Laut Bauch sei es nicht weiter tragbar, dass Fachkräfte in der Altenpflege im Durchschnitt immer noch 600 Euro weniger verdienen als in der Krankenhauspflege. "Das Pflegelöhneverbesserungsgesetz bietet jetzt die einmalige Chance, die Unterschiede durch einen bundesweiten Tarifvertrag zu beseitigen und mehr Anreize für die Altenpflege zu schaffen", sagt Bauch. "Diese Chance wird es nicht noch einmal geben."

In diesem Zusammenhang macht Bauch auch auf ein anderes Problem aufmerksam: "Die Löhne können zukünftig nicht weiter allein von den Pflegebedürftigen geschultert werden. Deshalb muss die Pflegeversicherung finanziell gestärkt werden, um den wachsenden Anforderungen nachkommen zu können." Auch hier müsse es eine bald eine gesetzliche Lösung geben.

Pressekontakt:

Hilke Vollmer
Leiterin der Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e.V.
Tel: 030/ 2325786-122
Mobil: 0172/ 2620597
Email: h.vollmer@asb.de

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