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Gesundheitswissen gehört in den Unterricht

Fast die Hälfte der 15‐ bis 29‐Jährigen hat eine problematische oder inadäquate Gesundheitskompetenz. Eine der Ursachen: Gesundheitsthemen sind kein fester Bestandteil des Unterrichts an deutschen Schulen. Aktuelle Studien zeigen, dass bei 69 % der jungen Erwachsenen das Thema Gesundheit in ihrer Schulzeit keine große Rolle gespielt hat. „Was Kinder und Jugendliche nicht lernen, holen sie als Erwachsene nur schwer nach – auf Kosten ihrer Gesundheit und zulasten der Gesellschaft“, sagt Dr. Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Gesundheitswissen. „Unserer Überzeugung nach, gehört Gesundheitsbildung in den Unterricht. Die Stiftung Gesundheitswissen stellt sich mit dem Projekt ‚Pausenlos gesund‘ dieser Aufgabe.“

20.02.2018

Auch im Nationalen Aktionsplan Gesundheitskompetenz, der am 19. Februaur in Berlin vorgestellt wurde, fordern die Expertinnen und Experten um Prof. Dr. Doris Schaeffer von der Universität Bielefeld mit Nachdruck, Gesundheitskompetenz in den Lehrplänen von Schulen zu verankern. „Die Stiftung Gesundheitswissen steht voll und ganz hinter dieser Forderung. Wir sind froh, dass das Thema erkannt und benannt wird. Es braucht einen Schulterschluss vieler Akteure“, sagt Suhr.

Das Schulprojekt „Pausenlos gesund“ soll bereits in der Sekundarstufe I zum Einsatz kommen. Es  umfasst  ein  Paket  an  Maßnahmen,  die  von  der  Vertretungsstunde  bis  zur  Projektwoche  „Gesundheit“ alle Möglichkeiten umfassen. Seine didaktisch aufbereiteten Unterrichtsmaterialien  sollen Lehrerinnen und Lehrer der Jahrgangsstufen sieben bis neun dabei unterstützen, das Thema  Gesundheit in den  Unterricht zu integrieren  und  Projekttage  oder ‐wochen zur Steigerung  der  Gesundheitskompetenz umzusetzen. „Unterricht muss Spaß machen und sich an den Lebenswelten  der  Kinder  und  Jugendlichen  orientieren.  Nur  so  können  Interesse  geweckt  und  frühzeitig  Gesundheitskompetenzen entwickelt werden. Das sollen unsere Arbeitsmaterialien leisten“, so Dr.  Suhr.  „Die  Schülerinnen  und  Schüler  sollen  beispielsweise  lernen,  im  Internet  seriöse  Gesundheitsinformationen von unseriösen zu unterscheiden. Das versetzt sie erst in die Lage, gute  gesundheitsbezogene Entscheidungen zu treffen.“

Das kostenfreie Medienpaket für die Sekundarstufe I wird zum neuen Schuljahr 2018/2019 vollständig  vorliegen. Es enthält neben den Arbeitsblättern für Schülerinnen und Schüler auch einen Leitfaden für  Lehrkräfte, der ihnen dabei hilft, Unterricht und Projekte vorzubereiten und umzusetzen. Weitere  Bestandteile  des  Pakets  sind  unter  anderem  ein  Spiel,  das  wesentliche  Informationen  zur  Gesundheitskompetenz spielerisch vermittelt. Sämtliche Materialien des Pakets sind kostenfrei und  werden auch im Internet bereitgestellt. Online können Lehrerinnen und Lehrer darüber hinaus  Erklärfilme abrufen, die ihnen den thematischen Unterrichtseinstieg erleichtern.    Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der beigefügten Projektskizze oder im Internet unter:  www.stiftung‐gesundheitswissen.de

Quellen:

  • Schaeffer D, Vogt D, Berens E‐M, Hurrelmann K. Gesundheitskompetenz der Bevölkerung in  Deutschland: Ergebnisbericht. Bielefeld: Universität Bielefeld, Fakultät für  Gesundheitswissenschaften; 2016.
  • STADA Gesundheitsreport 2017, Die Gesundheitsbildung junger Erwachsener  in Deutschland. Stichprobe: n = 275 | Alter: 18 bis 24 Jahre.

 

Pressekontakt:

Una Großmann, Leiterin Kommunikation
E-Mail: una.grossmann@stiftung‐gesundheitswissen.de
Tel.: +49 30 4195492‐20

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