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Gesundheitskioske mit digitaler Unterstützung

Der Spitzenverband Digitale Gesundheitsversorgung, der sich selbst als der maßgebliche Branchenvertreter für E-Health-Unternehmen in Deutschland bezeichnet, meldet sich bezüglich der geplanten Gesundheitskioske mit einem Positionspapier zu Wort.

Für die auf Basis einer Gesetzesinitiative des Bundesministeriums für Gesundheit bundesweit langfristig 1.000 aufzubauenden Gesundheitskioske müssen in diesen Einrichtungen - so die Meinung des Spitzenverbands Digitale Gesundheitsversorgung  - "analoge und digitale Ansätze von Beginn an Hand in Hand" gehen. Dabei sollten folgende digitale Leistungen und Prozesse frühzeitig für den Einsatz in Gesundheitskiosken in Betracht gezogen werden:

1. Telemedizinische Angebote

Gesundheitskioske sind prädestiniert für die Einbindung telemedizinischer Angebote. So kann die gerätegestützte Telemedizin die Durchführung medizinischer Routinetätigkeiten durch Pflegefachkräfte vor Ort ermöglichen. Mithilfe von Telemedizin können Leistungen wie Blutdruck messen, Blut abnehmen oder subkutane Injektionen ärztlich überwacht werden, ohne dass ein Besuch in der Praxis erforderlich ist. Das ist insbesondere für mobilitätseingeschränkte Patient:innen sowie in ländlichen Gegenden hilfreich.

2. Sprachassistenten

Aktuell leben in Deutschland 22,3 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Für viele von ihnen stellen Sprachkenntnisse eine Barriere beim Zugang zur Gesundheitsversorgung dar. Sprachbarrieren schränken die Selbstbestimmungs- und Mitbestimmungsmöglichkeiten der Patient:innen ein und können einen negativen Einfluss auf die Behandlungsqualität und Patient:innensicherheit haben. Digitale Lösungen können personalisierte Gesundheitsinformationen in vielen Sprachen zur Verfügung stellen. Chatbots und Sprachassistenten können die Mitarbeitenden in Gesundheitskiosken bei der Übersetzung unterstützen, die Beschwerden der Bürger:innen in verschiedenen Sprachen erfassen und mithilfe künstlicher Intelligenz zu den passenden Anlaufstellen im Gesundheitssystem verweisen. Bei der Konzeption der Gesundheitskioske sollte daher konsequent auf digitale Möglichkeiten zum Abbau von Sprachbarrieren gesetzt werden. So können Beratungsangebote besonders in sozial benachteiligten Gegenden den Angehörigen möglichst vieler Bevölkerungsgruppen zugänglich gemacht werden.

3. Beratung zu digitalen Leistungen

Zu den Kernaufgaben der Gesundheitskioske gehört es, niedrigschwellige Beratung zu bieten und die Gesundheitskompetenz der Bürger:innen zu fördern. Aus diesem Grund sollte in jedem Gesundheitskiosk auch eine Beratung zu digitalen Versorgungsangeboten stattfinden können, da diese eine zunehmend wichtige Rolle in der heutigen Versorgungsrealität einnehmen. Das können digitale Präventionsangebote, digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) oder auch digitale Pflegeanwendungen (DiPA) sein. Bei Letzteren sollten auch ergänzende Unterstützungsleistungen vor Ort angeboten werden. Beratungsleistungen zu digitalen Anwendungen können persönlich durch speziell weitergebildete Fachkräfte oder auch automatisiert erbracht werden, beispielsweise mithilfe eines Tablets und eines digitalen Info-Points.

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